Kammerklicke

Die Münchner Kammerspiele verstehen sich seit ihren Anfängen als ästhetisch innovatives, zeitgenössisches und weltoffenes Stadttheater, das gesellschaftspolitisch ausgerichtet ist und seit der Intendanz von Matthias Lilienthal den Versuch gestartet hat ein Stadttheater neuen Typs zu werden: Internationalisierung bei den Künstlerinnen und Künstlern, Öffnung für die Realität von Flucht und Ankunft und die Erprobung verschiedenster Arbeitsformen und Produktionsweisen. Für alle Jugendlichen von 14 bis 21 gibt es die Einladung ohne Casting Teil der Kammerklicke zu werden, sich wöchentlich zu treffen und gemeinsam Theater zu machen. Dabei steht die produktive Konfrontation der Jugendlichen mit KünstlerInnen und Kunst auf Augenhöhe im Vordergrund. Durch die Vermittlung verschiedener Kompetenzen finden die Jugendlichen einen Zugang zu künstlerischer Artikulation als einer Form der Selbstvergewisserung und Auseinandersetzung mit der sie umgebenden Welt. Wo komme ich her, warum bin ich hier, kann und will ich hier bleiben? Was hat der Ort, an dem ich jetzt bin, mit mir zu tun? Was ist für die, die schon hier sind, von Bedeutung und was für Möglichkeiten und Begegnungen sind denkbar? Mit 12 Jugendlichen nehmen wir am Festival teil, trotz Praktika, Prüfungen und abgelehnter Asylanträge. Mit Theater, Tanz und Musik kämpfen wir um ein Miteinander, für Respekt, für Freiheit und Abenteuer. Aus aktuellen Erfahrungen, Meinungen, Träumen und einem Theatertext entsteht ein Stück.